Geschichte

 

Nicht mehr in der Landesliga – 1996 bis heute

Trainer Gebhardt wurde nach dem Abstieg in die 2. Landesliga entlassen und mit Rene Latzke ein junger Trainer engagiert. Der Meisterschaftsstart im Herbst 1996 in der 2. Niederösterreichischen Landesliga war aber nicht gerade berauschend; es wurden die ersten zwei Spiele verloren und kein Tor erzielt, aber in der zweiten Hälfte der Herbstmeisterschaft erholte sich die Mannschaft und konnte mit ganz guten Leistungen und Resultaten aufwarten, wie z. B. ein 3:0 Auswärtssieg bei Wienerwald, ein 4:0 Kantersieg im Heimspiel gegen Bad Vöslau und ein 5:0 Triumph in Gloggnitz bescherten der Latzke-Truppe einen fünften Tabellenplatz am Ende der Herbstmeisterschaft.

Trainer Latzke konnte die Mannschaft auch nicht richtig motivieren, sodass es im Mai zur Verpflichtung des ehemaligen Admira-Wacker-Spielers Füllenhals als Betreuer kam, der vor allem die geplante Verjüngung der Mannschaft verwirklichen sollte. Durch langwierige Verletzungen und der Entlassung undisziplinierter Spieler musste bereits im laufenden Spielbetrieb auf Nachwuchsspieler zurückgegriffen werden. Abgeschlossen wurde die Frühjahrsmeisterschaft mit dem doch enttäuschenden 9. Tabellenplatz.

Ausgesprochenes Wetterpech verhinderte, dass der ASK die Herbstmeisterschaft 1997 in der vorgesehenen Zeit beenden konnte. Das letzte Auswärtsspiel wurde nach zwei Wetter bedingten Absagen im November auf Anfang März verlegt.

Die Herbstsaison wurde nach wechselnden Leistungen mit dem 8. Platz abgeschlossen.

Bei Redaktionsschluß waren sechs Runden der Frühjahrsmeisterschaft absolviert. Besonders die Spiele gegen den Tabellenführer Hundsheim und Casino Baden auf eigener Anlage zeigten, daß die Mannschaft nicht gerade vom Spielglück verfolgt ist. Gegen den überlegenen Tabellenführer Hundsheim verlor man durch ein Eigentor und gegen Baden wurde bei miserablen Wetterbedingungen (das Spiel wurde nach 10 Minuten für eine Viertelstunde unterbrochen, weil ein plötzlich einsetzender Schneesturm die Spielfeldmarkierungen unsichtbar machte) eine sicher scheinende 3:1 Führung vergeben und die Begegnung endete schließlich 3:3 Unentschieden.

Trainerwechsel nach Sieg

Die Funktionäre hatten schon seit längerem kritisiert, dass Trainer Füllenhals zwar hervorragende Trainingsarbeit leistet, aber der Mannschaft verschiedene Entscheidungen nicht verständlich machen kann. Nachdem es bereits im Winter eine Aussprache gegeben hatte, jedoch im Frühjahr keine Verbesserung erkennbar war, trennte man sich nach dem 4:2 Sieg in Vösendorf von ihm. Mit Ing. Walter Durstmüller kehrte ein alter Bekannter als Betreuer zum Verein zurück und Robert Schwab, der langjährige Kapitän der Mannschaft, beendete aus privaten Gründen seine Karriere. Das ist bis knapp vor Drucklegung der letzte Stand der Dinge.

 

Hoch und tief - die Jahre 1990 bis 1996

Mäßigen Leistungen in den Vorbereitungsspielen folgte ein guter Meisterschaftsstart 1990/91: Ein 4:1 Sieg in Waidhofen/Thaya und ein 2:0 Erfolg in Amaliendorf sowie ein 1:0 Heimsieg gegen Oed/Zeillern ließen aufhorchen. Die Erfolgsserie wurde mit einer 3:0 Niederlage in Untersiebenbrunn gestoppt und gegen Brunn setzte es mit 2:0 die erste Heimniederlage. Es folgte ein 2:2 beim Heimspiel gegen Eichgraben und eine 4:0 Niederlage in Waidhofen/Ybbs kündigte eine Formkrise an, was auch bei der Heimniederlage gegen Horn (0:2) leider seine Bestätigung fand. Mit der 1:3 Niederlage in Tulln hatte die Mannschaft einen Tiefstand erreicht und auch das Nachtragsspiel gegen Leobendorf ging 2:1 verloren. Es folgte eine 2:1 Niederlage gegen St. Peter und mit demselben Resultat gewann Tabellenführer Horn bei Marienthal, was den letzten Tabellenplatz bedeutete.

Marienthal begann die Frühjahrsmeisterschaft 1991 mit einem vollen Erfolg gegen Waidhofen/Thaya und auch Amaliendorf wurde 2:1 geschlagen. Die erste Niederlage gab es dann in Oed/Zeillern (0:1) und es folgte eine Woche darauf eine bittere Heimniederlage gegen Untersiebenbrunn (1:3). Ein torloses Remis in Brunn bedeutete einen wichtigen Punkt und auch gegen Leobendorf blieb man daheim mit 4:3 erfolgreich. Eine Woche darauf gab es durch einen 3:1 Sieg in Eichgraben und einem Heimsieg gegen Waidhofen/Ybbs wieder Punktezuwachs und die Mannschaft von Trainer Wirtl konnte sich vom Tabellenende absetzen. In Horn kassierte man dann eine 1:0 Niederlage und eine Woche darauf folgte gegen Horn eine schmerzliche 2:1 Heimniederlage. Ein Teilerfolg war das 2:2 in Ternitz und durch ein 1:0 gegen St. Peter blieb der Abstiegskampf weiter offen. Doch nach dem 6:1 in Hohenau entging man nur dadurch dem Abstieg, dass aus der Regionalliga Ost kein Verein in die Landesliga absteigen musste.

Gleich zu Meisterschaftsbeginn 1991/92 stand das Lokalderby gegen Aufsteiger Himberg auf dem Programm, das 1:1 endete. Im nächsten Spiel gegen St. Pölten musste die Mannschaft eine empfindliche Heimniederlage hinnehmen (1:3) und auch im Auswärtsspiel gegen Untersiebenbrunn setzte es eine 1:2 Niederlage. Das Heimspiel gegen Leobendorf wurde mit 2:1 gewonnen und das Auswärtsspiel gegen Waidhofen/Thaya endete mit einem blamablen 1:5 Debakel. Schließlich wurden noch im Heimspiel gegen St. Peter mit einem 4:3 Sieg beide Punkte ins Trockene gebracht. Es folgte eine 1:0 Niederlage in Tulln, dafür konnte man aus Brunn beide Punkte nach Hause bringen (3:1). Beim 0:1 gegen Ternitz ließ die Mannschaft den nötigen Einsatz vermissen und die 2:0 Niederlage in Hohenau bedeutete wieder die rote Laterne. Siege gegen Waidhofen/Ybbs (1:0) und Amaliendorf (2:1) sowie ein 2:2 gegen Oed/Zeillern ließen noch einmal aufatmen.

In der Vorbereitung für die Frühjahrsmeisterschaft kam es zum Spiel gegen den österreichischen Fußballmeister Austria Wien. Trotz dichtem Schneefall, starkem Wind und schlechten Sichtverhältnissen waren 500 Besucher gekommen. Ambitioniert und tapfer kämpfte der ASK Marienthal gegen die Wiener Austria. Herbert Prohaska zollte den Marienthalern Lob, allerdings hatte der regierende Fußballmeister keine Mühe, das Spiel klar 6:0 zu gewinnen.

Die Frühjahrsmeisterschaft 1992 war für den Verein eine der besten, seit er in der Landesliga spielt. Es wurde hervorragender Fußball geboten, was sich auch auf die Zuschauerzahlen auswirkte. Der Höhepunkt im Frühjahr war das Derby gegen Himberg, zu dem fast 2000 Zuschauer kamen. Die Mannschaft erreichte im Frühjahr 15 Punkte und war damit eine der besten Frühjahrsmannschaften in der 1. NÖ Landesliga. Insgesamt wurden 27 Punkte erreicht, was den 6. Platz in der Endabrechnung ergab.

Aber auch die Reservemannschaft war erfolgreich: Sie wurde zum ersten Mal in der Landesliga Meister! Mit viel Einsatz und Disziplin erkämpfte die Mannschaft Punkt um Punkt und wurde dafür schließlich mit dem Meistertitel belohnt.

Auf Grund der letzten Erfolge ging man sehr optimistisch in die Herbstmeisterschaft 1992. Die Vorbereitung war gut und die Spieler zeigten großen Einsatzwillen. Das erste Meisterschaftsspiel brachte ein 1:1 in Hausmening, mit dem man zufrieden sein musste. Beim Heimspiel gegen St. Peter erhoffte man sich mehr. Es reichte aber nur zu einem 2:2, wobei die Leistung zu wünschen übrig ließ. Man fuhr daher mit gemischten Gefühlen nach Amaliendorf, wo es auch prompt eine 3:0 Niederlage setzte. Zu viele Torchancen wurden vergeben und die Abwehr patzte. Auch das nächste Heimspiel gegen Leobendorf wurde 2:3 verloren; Einsatz und Disziplin stimmten überhaupt nicht und es mehrten sich kritische Stimmen gegen Trainer Satorina. Im Derby gegen Himberg konnte die Mannschaft wieder überzeugen und gewann sicher 3:0. Nach diesem Spiel legte Satorina sein Amt zurück und es wurde Hans Neusiedler wieder nach Marienthal geholt. Als Einstand gab es ein 2:2 auswärts gegen den Meisterschaftsfavoriten Tulln, eine Woche später in Wiener Neudorf einen 2:0 Sieg und auch das Heimspiel gegen Waidhofen/Ybbs konnte 2:0 gewonnen werden. Gegen Untersiebenbrunn klappte es dann nicht mehr so gut und es setzte eine 3:0 Niederlage, die allerdings zu hoch ausfiel. Die nächsten beiden Spiele, zu Hause gegen Oed/Zeillern und auswärts gegen Brunn wurden sicher mit 3:1 bzw. 3:0 gewonnen. Der ASK Marienthal lag an der Tabellenspitze und man wollte um die Winterkrone mitmischen. Mit einem 3:0 Sieg gegen Waidhofen wurde die Führung vorerst verteidigt, doch das entscheidende Spiel gegen Hochwolkersdorf ging unglücklich 1:0 verloren, was in der Endabrechnung den 3. Platz mit einem Torverhältnis von 23:13 bedeutete.

Nach der erfolgreichen Herbstsaison war man für die Frühjahrsmeisterschaft 1993 optimistisch. Im ersten Meisterschaftsspiel wurde Hausmening eindrucksvoll 4:0 geschlagen und im nächsten Heimspiel schickte eine großartig spielende Mannschaft Amaliendorf mit fünf Toren nach Hause. Zu Ende der Meisterschaft konnte der vierte Tabellenendplatz erreicht werden. Marienthal spielte nun seit 18 Jahren ununterbrochen in der 1. NÖ Landesliga und es war das erste Mal, dass im Kampf um den Titel mitgemischt wurde. Mit dem vierten Tabellenplatz wurde auch die Qualifikation für den Österreichischen Fußballcup erreicht.

Nach erfolgreicher Cup-Qualifikation musste man bereits vor dem Meisterschaftsstart im Herbst 1993 ran. In der ersten Runde wurde Ybbs nach einer überragenden Leistung mit 4:1 eliminiert.

Zum Meisterschaftsauftakt musste die Mannschaft auswärts gegen Oed/Zeillern antreten und erreichte nach einer guten Leistung ein 1:1. Im ersten Heimspiel wurde Brunn klar 3:0 geschlagen. In Langenrohr musste man nach einer enttäuschenden Leistung eine 2:3 Niederlage einstecken.

Im ÖFB-Cup hatte man den burgenländischen Landesligaverein Baumgarten zum Gegner und verlor auswärts 0:3 nach einer blamablen Leistung.

Deshalb trat man auch im nächsten Heimspiel gegen Tulln mit gemischten Gefühlen an und verlor auch prompt 3:0. Nach diesem Spiel zog Trainer Neusiedler die Konsequenzen und stellte seinen Posten zur Verfügung. Als neuer Betreuer wurde Karl-Heinz Hofer verpflichtet.

Bereits die nächste Partie auswärts gegen Wiener Neudorf wurde 2:1 gewonnen und ließ Hoffnung aufkommen. Umso bitterer die Enttäuschung beim Heimspiel gegen Leobendorf, das 1:2 verloren wurde. Eine Woche darauf erreichte die Mannschaft gegen Hochwolkersdorf ein 2:2 und Bad Vöslau wurde sicher geschlagen. Gegen Angstgegner Untersiebenbrunn teilte man sich die Punkte und gegen Gottsdorf brachte man mit Müh und Not beide Punkte ins Trockene. Das mit großer Spannung erwartete Derby gegen Himberg musste beim Stand von 1:0 wegen Nebel abgebrochen werden und bei der Neuaustragung am nächsten Tag setzte es dann eine 0:2 Niederlage. Nach dieser unglücklichen Niederlage folgt eine weitere gegen Tabellenschlusslicht St. Peter, danach konnte ein eindrucksvoller Sieg gegen Amaliendorf das Publikum versöhnen. Letztendlich der wenig erfreuliche 7. Tabellenplatz am Ende der Herbstmeisterschaft.

Der Auftakt in die Frühjahrsrunde fiel mit einem mageren 1:1 gegen Oed/Zeillern nicht gerade viel versprechend aus, dafür gab es in der nächsten Runde einen 2:1 Auswärtssieg gegen Brunn und das Auswärtsspiel gegen Langenrohr wurde mit 2:0 überzeugend gewonnen. Leider war die Punkteausbeute gegen Tulln, Wiener Neudorf, Leobersdorf und Hochwolkersdorf mit nur einem Zähler mehr als dürftig. Im nächsten Spiel gegen Bad Vöslau gelang wieder ein achtbarer 3:0 Auswärtserfolg. Doch die Freude dauerte nur eine Woche, denn die beiden nächsten Begegnungen gegen Untersiebenbrunn und zu Hause gegen Gottsdorf brachten keine Punkte. Im nächsten Heimspiel wurde dann Tabellenführer Himberg 1:0 niedergerungen. In Amaliendorf  kam man zu einem glücklichen 1:1 und im letzten Spiel gegen den Tabellenletzten St. Peter reichte es ebenfalls nur zu einem 2:2 Remis. Der siebente Tabellenplatz entsprach absolut nicht den Erwartungen der Vereinsleitung; vor allem die Einstellung einiger Spieler wurde vehement kritisiert und man bastelte bereits an einer neuen Mannschaft.

Obwohl die Meisterschaft 1994/95 mit einer 0:1 Niederlage gegen Leobendorf ziemlich enttäuschend begann, konnte sich die Mannschaft im Lauf der Meisterschaft steigern. Nach Siegen bei Angstgegner Untersiebenbrunn (3:2) und in Hohenau (2:0) reichte es daheim gegen Tulln nur zu einem mageren 1:1 und man sprach schon von einem „Heimkomplex“. Eine Woche später brachte die Mannschaft von Wiener Neudorf einen Punkt nach Hause (2:2) und im nächsten Heimspiel gegen Gottsdorf klappte es dann endlich auch auf eigener Anlage; mit einem klaren 3:1 Sieg gab es den ersten vollen Heimerfolg. Niederlagen in Baden (1:0) und daheim gegen Retz (1:4), einem torloses Unentschieden in Hochwolkersdorf folgte ein längst fälliger Heimsieg – 2:1 gegen Amaliendorf – und ein überzeugender 4:1 Auswärtssieg in Langenrohr sowie ein 3:0 „Pflichtsieg“ daheim gegen Brunn waren die nächsten Resultate. Unentschieden (3:3) in Ybbs sowie ein schmeichelhaftes 2:2 auf eigener Anlage gegen Kottingbrunn waren der letzte Punktegewinn in dieser Meisterschaft, denn die letzte Begegnung in Oed/Zeillern wurde 0:2 verloren. Immerhin landete die Mannschaft auf dem 4. Tabellenplatz, die beste Platzierung seit Jahren.

Nach Erreichung des vierten Tabellenplatzes in der Herbstmeisterschaft ging man sehr optimistisch in die Frühjahrssaison 1995. Die Mannschaft hatte aber einen denkbar schlechten Start und nach dem Spiel gegen Hohenau legte Trainer Hofer sein Amt zurück. Nachfolger Tumberger agierte nicht gerade glücklich und es konnten in den letzten vier Runden nur sechs Punkte erreicht werden, was den 8. Tabellenrang nach Beendigung der Meisterschaft bedeutete. Sicher hatte man sich ein besseres Abschneiden erwartet, aber ganz unzufrieden war man dennoch nicht.

Die Herbstmeisterschaft 1995 nahm für den ASK Marienthal einen enttäuschenden Verlauf. Nach einem viel versprechenden Start war die Mannschaft einige Runden sogar Tabellenführer, fiel aber dann im Verlauf der Meisterschaft arg zurück.

Die Gründe dafür zu suchen war sehr schwierig; einerseits haben die Neuzugänge die in sie gesetzten Erwartungen nicht ganz erfüllt, andererseits gab es für das hartnäckige Formtief der meisten Spieler auch keine rechte Erklärung. Als Konsequenz wollte sich der Verein von einigen Spielern trennen, in der Winterübertrittszeit einige Verstärkungen holen und durch gute Leistungen dem eklatanten Zuschauerschwund begegnen.

Gleich zu Jahresbeginn 1996 kam es zu einem überraschenden Trainerwechsel: Man trennte sich nach einem knappen Jahr von Johann Tumberger obwohl man mit seiner Arbeit zufrieden war, aber er besaß für die Landesliga keine Trainerlizenz und der Verband machte deshalb Druck auf den Verein und drohte mit einer empfindlichen Geldstrafe. Der frühere Rapid-Spieler und Ex-Internationale Walter Gebhardt, wurde verpflichtet. Der langjährige Betreuer des österreichischen Unter-21-Nationaltems sollte dem Verein aus der Krise helfen und den Verbleib in der 1. Niederösterreichischen Landesliga sichern. Erstmals in der Vereinsgeschichte wurde ein Trainingslager in der Türkei organisiert, um bei besseren Wetterbedingungen eine optimale Vorbereitung zu ermöglichen. Die Kosten wurden zum Großteil von den Spielern selbst getragen. Die durch den Trainerwechsel und durch das Trainingslager hervorgerufene positive Stimmung gab bei den Funktionären zur Hoffnung Anlass, dass mit einer guten Frühjahrsaison die Mannschaft die schlechte Herbstsaison ausbessern könnte. Doch es sollte anders kommen. Wichtige Spiele wurden unnötig verloren und die meisten Spieler wollten den Ernst der Lage nicht erkennen. So kam es, wie es kommen musste: Auch die letzte Chance wurde nicht genutzt und die beiden Relegationsspiele gegen Schrems wurden 0:4 und 2:5 verloren. Nach 21 Jahren 1. NÖ Landesliga musste der bittere Weg des Abstiegs angetreten werden...

Schwierige Jahre – 1980 bis 1990

Da Herbert Wirtl krankheitshalber sein Amt nicht mehr ausüben konnte, wurde der Bad Fischauer Hans Neusiedler (SC Wiener Neustadt, GAK) als Trainer engagiert. Nachdem man dem Abstieg nur knapp entronnen war, wurden bei der Suche nach Verstärkung einige Anstrengungen unternommen. Mit der Verpflichtung von drei polnischen Spielern (Pawlik, Gontarewicz und Torhüter Apostel) sowie Krachbüchler (Theresienfeld), Rittsteurer (Kittsee) und Pfann (Eisenstadt) und dem genesenen Grasmuck hoffte man, im vorderen Drittel mit dabei zu sein. Es begann auch recht gut. Die Neusiedler-Schützlinge gewannen den letzten Bewerb des Leitha-Cups und wurden auch Gesamtsieger dieses Bewerbes. Die „Neuen“ fügten sich schnell in die Mannschaft ein und man blickte optimistisch in die Zukunft.

Es sollte jedoch anders kommen – die polnischen Spieler erhielten trotz einiger Interventionen von Sektionsleiter Schneider keine Freigabe von ihrem Verband und konnten erst in der sechsten Meisterschaftsrunde eingesetzt werden. Zu diesem Zeitpunkt lag die Mannschaft mit nur drei Punkten am Tabellenende.

Verletzungspech und der Ausfall der Polen auf Grund der Ereignisse in ihrer Heimat (Krieg) schwächten die Mannschaft immer mehr. Um dem entgegenzuwirken wurde Trainer Neusiedler auch als Spieler verpflichtet und Torhüter Giefing von Pitten erworben. Zum Ende der Meisterschaft lag die Mannschaft auf dem zwölften Tabellenplatz – sicher war das Ziel höher gesteckt gewesen, doch nach den vielen Ausfällen musste man damit zufrieden sein.

Für die Meisterschaft des Jubiläumsjahres 1982/83 (75 Jahre) wollte die Vereinsleitung durch einige Neuerwerbungen die Mannschaft wirksam verstärken, um nicht wieder in den Abstiegstrubel zu geraten. Trotz der Zugänge war die Herbstsaison keineswegs zufrieden stellend und die Mannschaft lag mit einer Ausbeute von nur zehn Punkten an zwölfter Stelle.

Auch die Frühjahrsmeisterschaft begann für die Marienthaler gleich mit einer 1:0 Niederlage in Melk. Die ersten Punkte holte man sich dann gegen Neunkirchen und eine kleine Sensation war dann der 3:1 Sieg in Gloggnitz. Das Derby gegen Sarasdorf endete Unentschieden, in Mödling und Amstetten setzte es dann wieder Niederlagen. Ein voller Punkteerfolg konnte erst wieder im Spiel gegen Bruck errungen werden. Nach Niederlagen gegen Krems und Untersiebenbrunn befand man sich wieder in akuter Abstiegsgefahr. Erst ein 1:0 Auswärtssieg in Tulln schaffte wieder eine einigermaßen gute Ausgangsposition. Zu diesem Spiel wurden die beiden Routiniers Schneider (Tor) und Kreutz reaktiviert. Das Experiment gelang und im letzten Spiel genügte dann ein Unentschieden gegen Waidhofen/Ybbs für den Klassenerhalt.

Die Herbstmeisterschaft 1983/84 begann gleich mit einer bitteren 3:1 Heimniederlage gegen den Aufsteiger Ybbs. Im nächsten Spiel gegen Waidhofen/Ybbs setzte es dann ein 6:1 Debakel und erst im nächsten Match gegen Neunkirchen behielten die Marienthaler unter Trainer Haffner mit 3:2 knapp die Oberhand. Doch die Abwehr patzte weiter und in Sarasdorf verlor man wieder 3:1. Mannschaftsumstellungen brachten dann gegen Untersiebenbrunn mit einem klaren 5:0 Sieg endlich den gewünschten Erfolg und auch mit dem 1:1 in Tulln war man recht zufrieden. Weniger mit dem torlosen Remis gegen Amstetten auf eigener Anlage und die 5:1 Niederlage in Eichgraben war wieder einmal mehr der schwachen Abwehr zu verdanken. Im nächsten Heimspiel war man mit einem 2:2 gegen Wiener Neustadt noch relativ gut bedient und im farblosen Derby gegen Bruck (2:0) sah man die spielerischen Grenze dieser Mannschaft, die bei der nächsten Heimniederlage gegen Mödling (3:1) noch deutlicher wurde. Auch das 1:1 gegen Zwettl war kein Glanzstück der Haffner-Truppe und die 1:0 Niederlage in Stockerau bescherte am Ende der Herbstmeisterschaft nur den enttäuschenden 11. Tabellenplatz.

Obwohl der neue Trainer Willi Graber in etlichen Aufbauspielen die Mannschaft gut vorbereitet hatte, kam wieder einmal die kalte Dusche zu Beginn der Meisterschaft: 1:0 Niederlage in Ybbs, doch eine Woche darauf sah es schon besser aus: Mit einem 3:0 Sieg gegen Waidhofen/Ybbs war die Welt wieder in Ordnung und der darauf folgende 3:0 Auswärtssieg gegen Neunkirchen war hoch verdient. Gegen Sarasdorf allerdings setzte es eine 1:0 Heimniederlage und auch in Untersiebenbrunn musste sich Marienthal 3:2 geschlagen geben. Erst gegen Tulln gab es wieder einen überzeugenden 3:0 Heimsieg, in Amstetten wurde der geplante Auswärtspunkt erreicht (1:1), gegen Tabellenführer Eichgraben musste man sich zu Hause 0:2 geschlagen geben und in Wiener Neustadt erkämpfte sich die Mannschaft ein verdientes 4:4. Eine Woche später wurde Lokalrivale Bruck 3:1 besiegt und beim 1:1 Unentschieden gegen Mödling wäre ein voller Erfolg möglich gewesen. Im vorletzten Spiel setzte es gegen Zwettl eine 3:1 Niederlage und die letzte Meisterschaftspartie gegen Stockerau endete 2:2. Schließlich musste man sich mit dem 10. Tabellenplatz zufrieden geben.

Marienthal startete in die Meisterschaft 1984/85 mit einem Klassespiel in Lanzenkirchen und siegte verdient 2:0. Eine Woche darauf kam die Ernüchterung in Form einer Heimniederlage gegen St. Pölten/Gablitz (1:0), gegen Amstetten holte man sich einen 2:0 Auswärtssieg; Titelanwärter Mödling wurde zwar voll gefordert, blieb aber schließlich 3:2 siegreich und eine Runde später erreichte man auf eigenem Platz gegen Tulln nur ein mageres 0:0. In Untersiebenbrunn war auch nicht viel zu holen (0:4) und mit einer 1:2 Heimniederlage gegen Bruck fand die Missserie ihre Fortsetzung. Ein deutliches Lebenszeichen gab es dann in Wiener Neustadt mit einem 3:1 Auswärtserfolg, eine Woche darauf wieder nur ein enttäuschendes 0:0 im Heimspiel gegen Waidhofen/Ybbs. Auffallend ist die Heimschwäche – nur zwei Heim- gegenüber sechs Auswärtspunkten. In Ybbs hatte die Graber-Truppe auch nicht viel Glück und verlor 1:0 und gegen Stockerau reichte es auf eigener Anlage gerade zu einem Remis (2:2). Dem 5:0 Debakel in Zwettl lag eine skandalöse Schiedsrichterleistung zugrunde – vier von den fünf Treffern waren Elfmeter, die auch nach Meinung der Zwettler Anhänger keineswegs gerechtfertigt waren. Eine hektische Partie gegen Fischamend brachte schließlich den lang ersehnten Heimerfolg (4:2) und den neunten Tabellenplatz nach Ende des Herbstdurchganges.

Im ersten Frühjahrsmeisterschaftsspiel die schon obligate kalte Dusche: Blamable 1:4 Heimniederlage gegen Lanzenkirchen, bedingt auch durch viele nicht einsatzfähige Spieler. Diese Rumpfelf kam dann auch im nächsten Spiel in St. Pölten mit 7:0 unter die Räder. Im darauf folgenden Heimspiel gegen Amstetten gab es dann einen mageren 1:0 Erfolg. Das war auch das letzte Spiel unter Trainer Willi Graber. Ein schon länger schwelender Konflikt fand seinen Abschluss und nach einer Aussprache mit dem Vorstand trennte man sich einvernehmlich. Im nächsten Spiel verlor die Mannschaft gegen Mödling durch ein vermeidbares Tor mit 1:0 und auch in Tulln spielte man glücklos und verlor 1:0. Die darauf folgende Partie machte die Abschlussschwäche der Marienthaler deutlich – nur 0:0 im Heimspiel gegen Untersiebenbrunn und eine Woche darauf fuhr man von Bruck mit demselben Resultat nach Hause. Im nächsten Heimspiel gegen Wiener Neustadt gab es mit einem 1:1 das dritte Unentschieden in Serie. In Waidhofen war man einem Punkt recht nahe, doch zehn Minuten vor Schluss besiegelte ein Freistoßtor die Niederlage. Im Heimspiel gegen Ybbs war die Ausbeute ein enttäuschendes 2:2, dem folgte aber sein sensationeller 1:0 Sieg in Stockerau und auch im Heimspiel gegen Zwettl (3:0) bewies die Mannschaft, dass man auch ohne Trainer mit viel Selbstdisziplin sportlich erfolgreich sein kann. Im letzten Meisterschaftsspiel in Fischamend brachte man dann mit einem 3:1 Sieg zwei Punkte nach Hause, was schließlich den neunten Tabellenplatz in der Endabrechnung bedeutete.

Als neuer Trainer wurde der Schwechater Gerhard Kultscher für die Saison 1985/86 verpflichtet und mit Volldampf begann die Vorbereitung auf die kommende Meisterschaft. Als ersten Gegner hatten sich die Marienthaler wohl eine harte Nuss vorgenommen. Die Stars von Austria Wien waren zu Gast und knapp 1000 Zuschauer waren gekommen, um den österreichischen Meister bei der Arbeit zu sehen. Die Marienthaler mussten sich den Violetten schließlich 9:0 geschlagen geben.

Die Herbstmeisterschaft begann wieder mit einer Niederlage: 3:2 in Wiener Neudorf - ein schwaches Spiel beider Mannschaften. Doch bereits im nächsten Heimspiel überzeugte das Team mit einem 5:1 gegen Fischamend. Dem folgte allerdings eine 2:0 Auswärtsniederlage gegen Sarasdorf. In der Woche darauf konnte auf eigener Anlage Waidhofen/Ybbs in einer harten Partie 2:0 besiegt werden, wobei ein Treffer aus einem Eigentor resultierte. Beim 1:1 in Ybbs war Marienthal die bessere Mannschaft, war aber eine Woche später im Heimspiel gegen Untersiebenbrunn mit demselben Resultat noch gut bedient. Im Auswärtsspiel gegen Enzesfeld konnten sich die Kultscher-Schützlinge erst nach der Pause entscheidend durchsetzen, siegten dann aber verdient 2:0. Die nächste Partie hieß Marienthal gegen Vösendorf und endete 1:1. Überschattet wurde dieses Spiel durch den Beinbruch von Libero Szalay nach einem Pressball mit einem Vösendorfer Stürmer. Das Auswärtsspiel gegen Bruck endete 2:0 für die Brucker, wobei man schon bessere Derbys gesehen hatte. Durchaus verdient holte sich eine Woche darauf Marienthal mit einem 0:0 einen Punkt aus Lanzenkirchen und das 2:2 zu Hause gegen Amstetten war trotz Feldüberlegenheit eine Zitterpartie. In Waidhofen/Thaya glänzte die Mannschaft durch Feldüberlegenheit über 90 Minuten und holte sich mit einem 3:1 Sieg beide Punkte. Einen kohlrabenschwarzen Tag hatte die Mannschaft im Heimspiel gegen Stockerau und ging mit 3:6 sang- und klanglos unter, war aber mit 13 Punkten bester Ostverein (vor Fischamend, Bruck und Sarasdorf).

Im Frühjahr 1986 wurde Josef Hegyi neuer Trainer. Die Meisterschaft begann mit einem farblosen 1:1 Remis in Fischamend. Rassiger gestaltete sich das Heimspiel gegen Sarasdorf, bei dem nur die Tore fehlten (0:0). Auswärts gegen Waidhofen/Ybbs musste man eine 3:1 Niederlage einstecken, bei der sich wieder einmal die Abschlussschwäche der Marienthaler zeigte und im darauf folgenden Heimspiel gegen Ybbs (0:0) lief es auch nicht besser. Ersatz geschwächt musste die Mannschaft in Untersiebenbrunn antreten und verlor prompt 4:2. Dem 0:0 im Heimspiel gegen Enzesfeld folgte eine 4:1 Niederlage in Vösendorf und im Lokalderby gegen Bruck konnte die Hegyi-Truppe auch nur ein 2:2 Unentschieden erreichen. Den längst fälligen Heimerfolg gab es dann mit einem 1:0 gegen Lanzenkirchen. In Amstetten setzte es dann eine 2:1 Niederlage und das 0:0 auf eigener Anlage gegen Waidhofen/Thaya war auch nicht gerade eine Glanzleistung. Im letzten Spiel musste die Mannschaft auswärts gegen den frischgebackenen Meister Stockerau antreten, konnte eine zeitlang auch mithalten, verlor aber mit 4:1 doch recht deutlich. Meisterschaftsendstand: 7. Platz mit 23 Punkten.

Das erste Spiel der neuen Meisterschaftssaison 1986/87 begann mit einem Knalleffekt: Die als Titelaspirant gehandelten Untersiebenbrunner wurden 1:0 geschlagen und auch das Remis in Waidhofen/Thaya (2:2) brachte einen Auswärtspunkt. Eine Woche darauf setzte es aber eine peinliche 4:0 Heimniederlage gegen Vösendorf und im nächsten Heimspiel gegen Ybbs gab es zwar keine Tore, aber ein schnelles, Kampf betontes Spiel und zwei ausgezeichnete Tormänner. Das nächste Spiel auswärts gegen Waidhofen/Ybbs ging 2:0 verloren, wobei die Mannschaft durch eine katastrophale Schiedsrichterleistung stark benachteiligt wurde.

Im Heimspiel gegen St. Peter reichte es auf Grund vieler vergebener Chancen nur zu einem 2:2, in Lanzenkirchen gab es eine knappe 1:0 Niederlage in einem niveaulosen Spiel und zu Hause gegen Amaliendorf kam die Hegyi-Truppe endlich wieder einmal zu beiden Punkten (1:0). In Wiener Neudorf gab es wieder eine 1:0 Niederlage und eine Woche darauf im Heimspiel gegen Fischamend endlich wieder einen klaren 3:0 Sieg, dem eine 1:0 Niederlage in Bruck folgte. Zufriedene Gesichter sah man dann beim 3:0 Heimsieg gegen St. Pölten, der auf Grund der Chancen auch höher hätte ausfallen können. Im letzten Spiel der Herbstmeisterschaft gegen Enzesfeld/Hirtenberg wäre ein Remis leicht möglich gewesen, die Mannschaft musste sich aber 3:2 geschlagen geben und mit dem 10. Tabellenplatz vorlieb nehmen.

Die Frühjahrsmeisterschaft beginnt wieder mit einer Niederlage (2:1 gegen Untersiebenbrunn) und im nächsten Heimspiel gegen Waydhofen/Thaya reichte es nur zu einem 2:2; gegen Vösendorf auswärts 0:3, in Ybbs 1:5 besiegt und zu Hause gegen Waidhofen/Ybbs mit 1:4 unter die Räder gekommen – eine Krise zeichnet sich ab. Josef Hegyi gibt seinen Trainerposten ab, bleibt aber weiter Obmann. Als neuer Trainer wird der Ex-Internationale Hannes Demantke von Admira Wacker verpflichtet. Doch der erhoffte „Trainereffekt“ bleibt aus und der ASK verliert in St. Peter 3:0. Im nächsten Heimspiel gegen Lanzenkirchen endlich wieder ein Sieg (2:0) und im Auswärtsspiel gegen Amaliendorf rettet Goalie Puszar ein torloses Remis. Auch im nächsten Spiel bleiben die Marienthaler gegen Tabellenführer Wiener Neudorf ungeschlagen (1:1), eine Woche darauf die kalte Dusche: 3:0 Niederlage in Fischamend. Ein 0:0 im Heimspiel gegen Bruck und eine 2:1 Niederlage in Amstetten bezeugen die schwachen Leistungen. Der 5:2 Heimsieg gegen Enzesfeld/Hirtenberg rettet den Klassenerhalt und versöhnt das Publikum.

Im Sommer 1987 wurde die Sportanlage renoviert und mit dem Sensationsgastspiel der von Walter Skocik trainierten Mannschaft  „Ittihad Club Jeddah“ aus Saudi-Arabien eröffnet. Die in ihrer stärksten Formation angetretenen Gäste besiegten nach einer ausgeglichenen ersten Spielhälfte die Marienthaler 5:1.

In der Herbstmeisterschaft 1987 bleibt die Mannschaft weit hinter den Erwartungen zurück. Von den beiden Neuzugängen Brandmayer und Knaller hatte man sich mehr erwartet; die Stützen der Mannschaft bleiben bewährte Spieler wie Puszar, Nemecek und Hennerbichler. Die Ergebnisse des Herbstdurchganges: Eichgraben - Marienthal 0:0, Marienthal - Bruck 1:2, Amaliendorf - Marienthal 2:1, Marienthal - Lanzenkirchen 4:1, Leobendorf - Marienthal 0:2, Marienthal - St. Peter 2:3, Enzesfeld/Hirtenberg - Marienthal 2:1, Marienthal - Tulln 2:0, Waidhofen/Ybbs - Marienthal 5:1, Marienthal - Amstetten 0:1, Ybbs - Marienthal 2:2, Marienthal - Untersiebenbrunn 2:1, Waidhofen/Thaya - Marienthal 1:0. Diese Ergebnisse brachten den enttäuschenden 11. Tabellenplatz.

Kurz vor Meisterschaftsbeginn im Frühjahr 1988 trennte sich der Verein von Trainer Hannes Demantke. Die Betreuung der Mannschaft übernahm Erich Kreuz. Mit dem 35fachen ungarischen Internationalen Attila Kerekes hoffte man, nun endlich einen Spielgestalter gefunden zu haben, der es auch versteht, mit jungen Spielern umzugehen.

Die Meisterschaftsspiele im Frühjahr: Marienthal - Eichgraben 2:1, Bruck - Marienthal 3:0, Marienthal - Amaliendorf 1:1, Lanzenkirchen - Marienthal 0:0, Marienthal - Leobendorf 0:2, St. Peter - Marienthal 0:0, Marienthal – Enzesfeld/Hirtenberg 4:1, Tulln - Marienthal 0:0, Marienthal - Waidhofen/Ybbs 1:0, Amstetten - Marienthal 0:1, Marienthal - Ybbs 0:1, Untersiebenbrunn - Marienthal 0:3, Marienthal - Waidhofen/Thaya 4:1. In der Endabrechnung der 8. Tabellenplatz – nach wochenlangem Abstiegskampf ein annehmbares Ergebnis.

Zum Meisterschaftsauftakt 1988/89 gelingt ein 2:2 in Waidhofen/Thaya, das nächste Spiel verliert Marienthal gegen Amaliendorf 1:0 durch einen fragwürdigen Elfer. Von Hohenau können durch einen 1:0 Erfolg beide Punkte nach Hause gebracht werden und im Heimspiel gegen Tulln behält der ASK mit 2:1 ebenfalls die Oberhand. Einem 1:1 in Eichgraben und einem 0:0 zu Hause gegen Lanzenkirchen folgt ein überlegener 3:0 Auswärtssieg gegen Leobendorf. Beim 2:2 auf eigener Anlage gegen Ybbs wurde man vom Schiedsrichter um einen Punkt geprellt, in St. Peter musste man sich 2:1 geschlagen geben aber eine Woche darauf siegten die haushoch überlegenen Marienthaler gegen Waidhofen/Ybbs zu Hause 4:0. Durch eine Heimniederlage gegen Untersiebenbrunn (0:1) verpasste man den Anschluss an die Tabellenspitze und musste als Sechster überwintern.

Zum Auftakt der Frühjahrssaison gelang ein knapper aber verdienter 1:0 Heimsieg gegen Waidhofen/Thaya und auch das nächste Spiel brachte einen klaren 3:1 Erfolg gegen Amaliendorf. In Horn setzte es dann eine 2:1 Niederlage, eine Woche später konnte sich die Mannschaft mit 2:1 gegen die starken Hohenauer durchsetzen – in Untersiebenbrunn war jedoch nichts zu holen (1:2), aus Tulln kehrte man mit einem torlosen Remis heim und das vorverlegte Spiel gegen Lanzenkirchen ging 0:1 verloren. Es folgte ein enttäuschendes 0:0 daheim gegen Leobendorf, in Ybbs erlitt die Mannschaft eine deutliche Niederlage (0:4) und das nächste Debakel setzte es im Heimspiel gegen St. Peter (2:5), ein 0:3 bei Waidhofen/Ybbs war dann die dritte Niederlage en suite. Am Ende der Meisterschaft musste man sich mit dem 8. Tabellenplatz zufrieden geben.

Die Herbstmeisterschaft 1989/90 sollte ein neuer Beginn sein, die Mannschaft agierte aber lustlos und ausgebrannt und nach einer blamablen 0:8 Heimniederlage gegen Gmünd warf Trainer Erich Kreuz das Handtuch und stellte unmittelbar nach Spielende sein Amt zur Verfügung.

Ing. Walter Durstmüller, der Mannschaften wie St. Pölten, Tulln, Baden und Ybbs zum Erfolg geführt hatte wurde vom Fleck weg engagiert. Es lief etwas besser (0:0 auswärts gegen Lanzenkirchen, 3:0 daheim gegen St. Peter, waren nach dem Gmünder Debakel Teilerfolge) – ein 7. Tabellenplatz am Ende der Meisterschaft enttäuschte dann doch etwas.

Geschickt verstärkt und zuversichtlich ging man in die Frühjahrsmeisterschaft 1990. Doch es sollte anders kommen. Trotz einiger guter Partien war die Mannschaft von Trainer Durstmüller zu unbeständig, der elfte Tabellenrang war eine große Enttäuschung und gab Anlass zu vehementer Kritik.

Die Jahre 1960 bis 1970

Anfang der Sechziger Jahre wird mit dem Ausbau der Sportanlage begonnen und wieder sind es Spieler, Funktionäre und Freunde des Vereines, die hier in ihrer Freizeit großartiges Arbeit leisten und den „Platz“ zu einem der schönsten Niederösterreichs gestalten.

In diese Zeit fallen auch die Gründung der Sektion Eisschützen (1965) und die zeitweise Eingliederung der Judo-Sportler in den ASK Marienthal. Ende der Sechziger Jahre finden sich Tennisfreunde zusammen und gründen die Sektion Tennis. 1971 wird mit dem Bau von drei Tennisplätzen begonnen. Auf dem Fußballsektor ist man leider nicht so erfolgreich und muss nach sieben Jahren in der II. Liga Südost in die 1. Klasse Südost absteigen, wo man auch die nächsten sieben Jahre verbringt.

Aufstieg in die Landesliga – die Jahre 1970 bis 1975

Nach sieben Jahren stellte sich endlich wieder der sportliche Erfolg ein, Marienthal schaffte den Meistertitel und somit den Aufstieg in die Unterliga, damals Niederösterreichs dritthöchste Spielklasse.

Meisterschaftsauftakt war das Auswärtsspiel gegen Kleinneusiedl, das in einem etwas rauen Stil geführt wurde und 2:2 endete. Im zweiten Spiel wurde Ziag Leopolsdorf 6:1 abgefertigt und in der darauf folgenden Runde Petronell 3:0 besiegt. Ein Tor von Kubele in der vierten Runde sicherte gegen Berg weitere zwei Punkte und die Siegesserie wurde mit einem 2:1 Sieg in Prellenkirchen fortgesetzt. Das nächste Spiel brachte einen Wechsel an der Tabellenspitze: Götzendorf stürzte die Marienthal durch einen 2:1 Sieg von der Tabellenspitze. Auch im darauf folgenden Spiel kassierten die Marienthaler gegen Hertha Leopoldsdorf eine bittere 1:0 Heimniederlage. In der Nachtragsrunde siegten sie dann gegen Schwadorf 6:1 und in Unterwaltersdorf musste man sich mit einem mageren 1:1 zufrieden geben. Erfolgreicher war man gegen Wilfleinsdorf, das 6:2 abgefertigt wurde und in Stixneusiedl holte die Mannschaft mit einem 2:1 Sieg ebenfalls beide Punkte.

Ein Wintereinbruch und die Woche darauf Tauwetter ließ den Frühjahrsauftakt der 1. Klasse Ost im wahrsten Sinne ins Wasser fallen. In der ersten Runde konnten nur zwei Spiele ausgetragen werden und mit einer Woche Verspätung traten die Marienthaler gegen Ziag Leopoldsdorf an und siegten 2:1. Ebenfalls einen 2:1 Sieg erreichten sie eine Woche später in Petronell und durch einen klaren 5:0 Erfolg über die Abstiegs gefährdeten Kleinneusiedler wahrte die Mannschaft ihre Titelchancen. Auch in Berg siegten sie 2:1 und im Heimspiel gegen Prellenkirchen waren die Mannen um Kapitän Botek mit 3:0 erfolgreich. Eine Niederlage der Hertha-Elf und ein glücklicher Auswärtssieg (Goldtorschütze Schada) machte die Meisterschaft mit einem Schlag wieder offen.

Im nächsten Spiel sicherten zwei Treffer von Hinterobermeier und einer von Botek den 3:0 Sieg über Götzendorf. Beim nächsten Meisterschaftsspiel gegen Hertha Leopoldsdorf kam es zu einem unschönen Zwischenfall. Kögler foulte den Marienthaler Stopper König ohne Ball und wurde ausgeschlossen. Als König dazu applaudierte – auch ein Fehler – schlug Kögler ihn mit der Faust ins Gesicht. Der Marienthaler erlitt einen Jochbeinbruch und musste mit der Rettung ins Spital eingeliefert werden. Die Partie ging knapp an einem Abbruch vorbei. Das Spiel, in dem die Schützlinge von Trainer Bayer schon 2:1 führten, endete schließlich 2:2. Durch einen 3:1 Heimsieg über Unterwaltersdorf verringerte sich der Abstand auf Hertha wieder auf einen Punkt. Der nächste Gegner hieß Maria Lanzendorf und nach einem 0:0 Halbzeitstand schoss Egger zum 1:0 ein und gab damit dem Spiel die entscheidende Wende zu einem sicheren 3:0 Erfolg. Just die Mannschaft, die in der Vorwoche zuhause gegen Marienthal 3:0 verlor, leistete dann wertvolle Schützenhilfe in der vorletzten Runde: In Leopoldsdorf  nahmen sie Verfolger Hertha durch ein 3:3 einen Punkt ab. Marienthal fertigte Stixneusiedl mit 6:1 ab und war somit punktegleich mit den Leopoldsdorfern.

Die Entscheidung um den Meistertitel sollte also erst in der letzten Runde fallen und dazu berichtete die „Schwechater Rundschau“ unter dem Titel Marienthal schoss sich in die Unterliga über das Spiel in Wilfleinsdorf, das noch lange in Erinnerung bleiben sollte:

„Vor dem Spiel sorgten Schada und Egger für Spanuung – beide kamen zu spät und so nahm Marienthal die Wartezeit in Anspruch – nach 40 Minuten gab es keinen Zweifel mehr, Botek und Co. hatten einen 5:0 Vorsprung herausgeschossen und standen praktisch als Meister fest. ,Kuriere‘ hatten außerdem aus Stixneusiedl berichtet, dass Hertha dort mit 0:1 im Rückstand liege. Die Marienthaler konnten mit dem Meistertitel ein seit vielen Jahren angestrebtes Ziel verwirklichen. Große Anstrengungen wurden unternommen, etliche Spieler von auswärts verpflichtet, aber erst die Verpflichtung von Ernst Bayer als sportlichen Leiter brachte den ersehnten Aufstieg in die Unterliga. Nach dem Herbstdurchgang war Hertha Leopoldsdorf noch mit drei Punkten in Führung gelegen, Verfolger Marienthal gab aber im Frühjahr nur zwei Zähler ab und stellte die Papierform auf den Kopf.“

Der Aufenthalt der Marienthaler in der Unterliga war aber vorerst nur ein kurzes Gastspiel. Klappte es im ersten Jahr noch einigermaßen, so stimmte im zweiten fast überhaupt nichts mehr. Durch den Ausbruch der Maul- und Klauenseuche im Frühjahr 1973 war es lange Zeit gar nicht abzusehen, ob die Meisterschaft überhaupt regulär zu Ende geführt werden konnte. Die letzten Spiele wurden erst Mitte Juni ausgetragen. Doch schon lange Zeit davor stand das Schicksal Marienthals fest – die Mannschaft musste nach kurzem Gastspiel wieder absteigen.

Doch schon bald wurde für den Wiederaufstieg seitens der Klubführung alles vorbereitet. Nachdem die Spieler König, Hinterobermeier und Solar den Verein verlassen hatten, wurden einige namhafte Verstärkungen nach Marienthal geholt. Der bekannteste von ihnen war sicher Herbert Wirtl von Wacker Wien.

Die  „Neuen“ konnten sich schnell in die Mannschaft einfügen, wobei vor allem Wirtl eine große Stütze war. Dazu kamen noch die beiden jungen Außenverteidiger Strobl und Kropfreiter vom eigenen Nachwuchs. Die Routiniers Schada, Botek und Böröcz rundeten das Mannschaftsbild ab. Nach Beendigung des Herbstdurchganges und Vorverlegung der ersten Frühjahrsrunde führte Marienthal unangefochten mit 5 Punkten vor Ziag Leopoldsdorf und 9 Zählern vor Berg.

Als Auftakt in die Frühjahrsmeisterschaft setzte es gleich eine 2:1 Niederlage in Maria Lanzendorf, obwohl Georg Biberhofer schon nach wenigen Minuten den Führungstreffer erzielte. Die nächste Partie gegen Ebreichsdorf wurde durch ein Tor von Bauer 1:0 gewonnen und im dritten Spiel verlor man gegen Unterwaltersdorf 3:2. Das musste Margarethen/M. in der darauf folgenden Woche büßen und wurde 4:1 nach Hause geschickt. Beim 2:2 gegen Universale Lanzendorf sorgte Georg Biberhofer für beide Treffer, jedoch büßte man durch einen Elfmeter in der letzten Minute einen Punkt ein. In Leopoldsdorf kam es zu einem Abbruch kurz vor Spielende, da der Schiedsrichter von einem einheimischen Spieler attackiert wurde. Im Nachtragsspiel gegen Höflein siegten die Mannen um Wirtl 3:1 und auch gegen den Tabellenletzten Haslau hatte die Mannschaft keine Mühe und gewann verdient 5:2. In Kleinneusiedl spielte die Mannschaft vor allem in der zweiten Halbzeit groß auf und gewann überzeugend 3:0. In Geberlaune waren die Marienthaler gegen Petronell, als mit einem 7:0 Sieg gleichzeitig die Meisterschaft für sich entschieden. Im letzten Spiel gegen Berg begnügte man sich mit einem 2:2 und wurde damit Meister in der 1. Klasse Ost.

Nachdem der Aufstieg geschafft war, steckte die Vereinsleitung klare Richtlinien: Die Mannschaft geschickt verstärken und Aufstieg in die Landesliga – das waren die Vorgaben. Unter Trainer Willi Graber wurde jetzt dreimal in der Woche trainiert, wobei die Qualität des Trainings um einiges verbessert wurde. Als Verstärkungen wurden unter anderem die ehemaligen Stammspieler Franz Matousek (Sportclub) und Josef Holata (Admira) nach Marienthal zurückgeholt. Trainer Graber schonte seine Mannschaft in der Vorbereitung nicht, wenn auch dabei einige überraschende Niederlagen bei den Probespielen in Kauf genommen werden mussten.

Es gelang auch, Rekordmeister Rapid Wien für ein freundschaftliches Treffen zu gewinnen und trotz der (verständlichen) 0:5 Niederlage, zeigte die Mannschaft erstmals, dass sie im Kommen ist.

Gleich in der ersten Meisterschaftspartie zeigte dann die Graber-Truppe dann ihre wahre Stärke und fertigte Erlaa mit 7:1 ab. In der Folge eilten die Marienthaler nun von Sieg zu Sieg. Den ersten Punkteverlust mussten sie erst in der siebenten Runde durch ein 0:0 in Siebenhirten in Kauf nehmen. Das zweite Unentschieden musste der schon feststehende Herbstmeister in Enzesfeld/Hirtenberg hinnehmen (3:3). Durch Tore von Schada, Holata und Bauer gewinnen die Marienthaler schließlich auch das letzte Herbstspiel gegen Hainburg mit 3:1 und überwintern ohne Niederlage.

Ohne ersichtlichen Anlass legte nach der siebenten Runde der erfolgreiche Trainer Willi Graber sein Amt zurück. Die Vereinsleitung schaltete schnell und verpflichtete den Ex-Vienna-Spieler Jolly Liener als neuen Trainer.

Obwohl die Mannschaft im Frühjahr nicht mehr so souverän wie im Herbst agierte, war sie nicht mehr von der Tabellenspitze zu verdrängen. Als gefährlichster Verfolger entpuppte sich Ternitz. Die Marienthaler gaben sich aber keine Blöße und gewannen auf eigener Anlage den direkten Vergleichskampf. Damit war der Weg zum Titelgewinn geebnet. Die erste Niederlage mussten sie dann im Derby gegen Bruck hinnehmen, aber der Meistertitel war gesichert.

 

Neuling Marienthal ein Gewinn für die Landesliga – 1975 bis 1980

Mit dem Titelgewinn ging ein lang ersehnter Wunsch des Klubs in Erfüllung und der Traditionsverein spielte nach langer Zeit wieder in Niederösterreichs höchster Spielklasse. Um für den Punktekampf gewappnet zu sein, verstärkte man die Mannschaft mit dem ehemaligen Admira-Spieler Erich Kreutz, dem Leithaprodersdorfer Max Eder und dem Wiener Stehlik.

Die Premiere klappte vorzüglich mit einem 3:1 Sieg gegen Waidhofen/Thaya. In der Folge mischte die Mannschaft recht erfolgreich im Kampf um die Punkte mit und war nach der siebenten Runde sogar für eine Woche Tabellenführer. Doch bereits im nächsten Spiel setzte es eine schmerzvolle 5:0 Niederlage gegen Waidhofen/Ybbs. Damit war auch die Tabellenführung wieder dahin. Diese Niederlage war auch ausschlaggebend für die Ablöse von Jolly Liener als Trainer. Neuer Coach wurde der ehemalige Nationalteamspieler Günther „Gigsl“ Kaltenbrunner. Sein Debüt feierte er mit einem 2:0 Sieg über Lichtenwörth. In den nächsten Runden musste die Mannschaft einige Niederlagen hinnehmen, konnte aber am Ende des Herbstdurchganges mit 16 Punkten den fünften Tabellenplatz für sich in Anspruch nehmen.

Den Frühjahrsdurchgang begann die Mannschaft erfolgreich mit einem 2:1 Sieg gegen Eggendorf und auch beim 2:2 in Neusiedl/Zaya wäre auch ein Sieg durchaus möglich gewesen. Eine bemerkenswerte kämpferische Leistung zeigte die Mannschaft beim klaren 5:1 Sieg gegen Brunn und mit nur zehn Mann erreichten sie in Pitten ein 2:2. Nach einer keineswegs guten Leistung musste man im Heimspiel gegen Traisen mit einem mageren 1:1 zufrieden geben. In Marchegg entschied der bessere Torhüter der Gastgeber die Partie – Marienthal unterlag 2:1. Eine Woche darauf rettete aber ein ausgezeichneter Tormann Maier den 2:1 Sieg über Waidhofen/Ybbs. In Lichtenwörth gewann die Mannschaft, obwohl sie mit einigen Ersatzleuten antreten musste, sicher mit 4:0. Ein Hattrick von Schada sicherte gegen Herzogenburg beide Punkte. In Hohenau war der Schiedsrichter den Kaltenbrunner-Schützlingen nicht gut gesinnt und sie mussten sich 2:1 geschlagen geben. Eine überraschende 2:1 Niederlage setzte es dann gegen Ziersdorf und auch in Neunkirchen musste die Mannschaft eine 4:1 Niederlage hinnehmen. Im letzten Heimspiel wurde Untersiebenbrunn dann klar 4:0 besiegt und die Meisterschaft wurde mit einer schmachvollen 6:0 Niederlage in Waidhofen/Thaya beendet, doch war man letztlich mit dem siebenten Tabellenplatz nicht unzufrieden.

Vor Saisonbeginn 1976/77 verließ Trainer „Gigsl“ Kaltenbrunner den Verein und es wurde zum zweiten Mal Jolly Liener als sportlicher Leiter verpflichtet. Eine kleine Sensation war die Verpflichtung des Deutschen Michael Polywka, der von Eintracht Frankfurt über Admira Wacker zu den Marienthalern stieß. Als weitere Verstärkungen wurden außerdem Ludwig Pelikan (Brunn), Thomas Schwarz (Simmering) und Wilhelm Thenmeyer (Donaufeld) erworben. Außerdem kehrte Heinz Bauer aus Mannersdorf und Georg Biberhofer aus Sarasdorf in die Mannschaft zurück. Für den verletzungsanfälligen Goalie Peter Putschögl wurde Josef Hegyi (Wacker Wien) verpflichtet.

Mit 17 Punkten landete Marienthal nach Ende der Herbstmeisterschaft im vorderen Tabellendrittel und es gab wieder einmal einen Trainerwechsel: Die Vereinsleitung trennte sich von Liener in beiderseitigem Einverständnis und Wilhelm Graber kehrte nach Marienthal zurück.

Es war trotz klingender Namen in der Mannschaft nicht ganz leicht für ihn, die richtige Mischung zu finden; schließlich landeten seine Schützlinge mit 32 Punkten auf dem doch ganz passablen sechsten Tabellenplatz.

In die Meisterschaft 1977/78 ging der Verein mit einer neuen Strategie. Es dürfte sich die Ansicht durchgesetzt haben, dass mit teuren Stars keineswegs der Erfolg garantiert sei. Für die kommende Saison plante man daher, mit Spielern aus dem eigenen Nachwuchs und der näheren Umgebung eine neue Mannschaft aufzubauen. Nach Beendigung des Herbstdurchganges lag die Mannschaft mit 13 Punkten auf dem siebenten Platz. Die Reservemannschaft wurde dagegen Herbstmeister.

Schwierigkeiten im Vereinsgeschehen – Unstimmigkeiten zwischen einigen Spielern und Trainer Graber, wobei der Vorstand hinter dem Trainer stand – führten Anfang Jänner bei einer Generalversammlung zu Differenzen. Die Auseinandersetzung eskalierte schließlich, die Vereinsleitung zog die Konsequenzen und trat zurück. Die sportliche Leitung übernahm Herbert Wirtl. Das sportliche Ergebnis im Jubiläumsjahr (70 Jahre) konnte sich durchaus sehen lassen: Mit 32 Punkten lag die Mannschaft hinter Laa (38 Punkte) und Gablitz (35 Punkte) auf dem dritten Tabellenplatz.

In der Saison 1978/79 schnitt der Verein mit 32 Punkten und dem fünften Tabellenplatz gar nicht so schlecht ab und hatte sich mit diesem Ergebnis für die neu geschaffene 1. Landesliga qualifiziert, die nach Auflösung der Regionalliga die höchste Niederösterreichische Spielklasse war. Das bedeutete auch, dass durch die ehemaligen Regionalligavereine weitaus stärkere Gegner ins Haus stehen würden.

Nach den ersten Vorbereitungsspielen für die Meisterschaft 1979/80 konnte man mit der Leistung zufrieden sein. In der Meisterschaft jedoch konnte die Mannschaft nicht mehr die guten Platzierungen der letzten Jahre erreichen. Die Einschätzung von Trainer Herbert Wirtl vor der Meisterschaft: „... wir peilen einen gesicherten Mittelfeldplatz an, aber zweifellos werden die Spiele in der neuen Liga schwerer werden, da es aus unserer Sicht spielstarke Absteiger aus der Regionalliga Ost gibt“, erwies sich als richtig. Nach dem Herbstdurchgang lag die Mannschaft auf dem elften Tabellenrang und rutschte am Ende der Meisterschaft noch um einen Platz zurück.

Ständiges Auf und Ab – von 1950 bis 1960

Durch eine Neueinteilung der Klassen musste Marienthal im Spieljahr 1954/55 von der II. Liga Süd in die erste Klasse Ost absteigen. Doch schon nach dem Herbstdurchgang – die Mannschaft wurde Herbstmeister – war der Meistertitel in Sichtweite. Mit nur einer Niederlage im Frühjahr (Schwadorf 3:4) wird der Titel errungen. Im kommenden Jahr spielt der ASK wieder in der II. Liga, diesmal aber Südost. Im Jahr darauf Abstieg in die 1. Klasse Ost und im darauf folgenden Spieljahr wieder der Aufstieg in die II. Liga Süd.

In diese Zeit fällt auch der Baubeginn des Klubhauses. Mit viel Engagement und Eigenleistung wurde dieses Bauwerk von Funktionären, Spielern und Vereinsmitgliedern errichtet und sollte lange Zeit beispielgebend für andere Vereine in Niederösterreich sein.

Im Jubiläumsjahr 1958 spielte Marienthal wieder in der II. Liga Südost. Die Veranstaltungen anlässlich des 50jährigen Vereinsbestehens begannen Anfang August mit Begegnungen gegen die Wiener Austria. Die Junioren- sowie die Kampfmannschaft waren im Einsatz und die Presse berichtete darüber:

“Die Marienthaler, die anlässlich ihres 50jährigen Bestandfestes Austria Wien zu Gast hatten, waren mit dem Gebotenen nicht ganz zufrieden. Bei den Violetten fehlte der erkrankte Fischer, Stotz und Swoboda sind noch auf Urlaub, Tamandl ist nach seiner Operation noch angeschlagen und Sabetzer hat geheiratet. Die übrig gebliebenen Spieler strengten sich keineswegs an. Lediglich der von Kapfenberg erworbene Kantor und der Junior Blutsch spielten ambitioniert und konnten gefallen.

Die sehr ehrgeizigen Niederösterreicher, die großes Schusspech hatten, stützten sich auf Cejna, Humann II, Botek II und Bilek. Ein Wolkenbruch setzte in der 80. Minute dem Spiel ein vorzeitiges Ende.

Marienthal: Bauer, Rosner, Schatz, Botek I, Humann II, Sulzgruber, Huf, Botek I, Bilek, Dressler.

Austria: Schweda, Ondrejska, Nemec (Sedlacek), Kantor, Rappl (Leskovitz), Blutsch, Löser, Rauch, Sagi (Nemec), Hrneir, Malik, Dr. Schleger.

Die Partie endete mit einem klaren 7:2 Sieg der Wiener. Tore: Hrneir (16., 61.), Malik (25., 42.), Sagi (35.), Dr. Schleger (56.), Nemec (72.), Huf (10.), Botek II (44.).

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Ein neuer Beginn – die Nachkriegsjahre bis 1950

Unmittelbar nach Kriegsende wurde der Fußballbetrieb wieder aufgenommen und am 21. Mai 1945 fand bereits das erste Spiel statt. Der Gegner war Moosbrunn und die Partie wurde 3:2 gewonnen. Im Herbst dieses Jahres wurde auch mit der Meisterschaft begonnen. Marienthal spielte in der Wiener 3. Klasse A. Die erste Partie am 16. September 1945 am Ajax-Platz in Wien gegen Laaerberg wurde klar mit 8:2 gewonnen. Die Marienthaler beendeten die Meisterschaft als Erster mit nur einer Niederlage und einem Unentschieden.

Neben der Meisterschaft wurden auch noch viele Freundschaftsspiele ausgetragen. Eine Reservemannschaft sowie eine Jugend- und eine Schülermannschaft waren ebenfalls im Einsatz. Mit allen Mannschaften wurden vom 21. Mai bis 30. Dezember 1945 insgesamt 59 Spiele ausgetragen. Davon 39 Siege, 4 Unentschieden und 16 Niederlagen – Tordifferenz: 221:120. Anfang 1946 stellte der Verein im Verband das Ersuchen, wieder in Niederösterreich eingeteilt zu werden. Dem wurde stattgegeben und Marienthal wurde der 1. Klasse Süd A zugeordnet.

Das erste Spiel wurde auswärts gegen Guntramsdorf nach einer 2:0 Pausenführung 4:3 gewonnen. Im zweiten Meisterschaftsspiel war Himberg zu Gast und wurde 2:1 besiegt. Im nächsten Spiel siegte die Mannschaft in Maria Lanzendorf 3:0 und die erste Niederlage setzte es in Mödling. Nach einem 1:1 zur Pause gewannen die Mödlinger noch mit 4:3. Das nächste Spiel gegen Gumpoldskirchen wurde 2:1 gewonnen. In den Retourspielen konnte Marienthal drei Siege und ein Unentschieden verbuchen. Höchster Sieg: 10:0 gegen Lanzendorf!

Bis zum Beginn der Meisterschaft im September 1946 trugen die Marienthaler Kicker eine Vielzahl von Freundschaftsspielen aus. Die beachtlichen Resultate – 2:2 gegen Simmering und Siege gegen Wacker Wiener Neustadt (3:0) und dem Badener AC (7:0) gaben für die Meisterschaft 1946/47 Hoffnung. Der Auftakt am 8. September mit einem 7:1Sieg gegen Oberwaltersdorf war ja recht vielversprechend und am Ende des Herbstdurchganges war man mit insgesamt neun Siegen, einem Unentschieden und vier Niederlagen ganz zufrieden. Die Frühjahrsmeisterschaft verlief mit acht Siegen, einem Unentschieden und fünf Niederlagen etwas schlechter; letztendlich wurde die Mannschaft mit 36 Punkten Vierter.

Durch eine Neuorganisation in Niederösterreich wurde Marienthal der zweithöchsten Spielklasse zugeteilt und konnte im ersten Meisterschaftsspiel gegen Hainburg einen 2:1 Erfolg verbuchen. Dazu ein Zeitungsausschnitt: „Das Spiel, das mit einem Knalleffekt begann, sah vorerst ganz danach aus, als ob die Gäste einen haushohen Sieg landen würden, denn bereits in der ersten Minute, ohne dass auch nur ein Gegner den Ball berührt hätte, schoss Kopecky den Führungstreffer. Nach Seitenwechsel war das Spiel ziemlich ausgeglichen und nach einem Missgeschick des sonst sehr guten Hainburger Tormannes, konnte Bleyer den Siegestreffer erzielen. Die besten Spieler bei Marienthal waren Kovac und Dedek.“

Im weiteren Verlauf der Herbstmeisterschaft wechselten Unentschieden, Sieg und Niederlage ab: Hertha Leopoldsdorf 1:1, Himberg 3:3, Sollenau 3:2 , Siebenhirten 1:3, Wacker Wr. Neustadt 3:1, Wimpassing 0:3, ASK Bruck/L. 2:2, Fischamend 2:4, Guntramsdorf 1:3, Felixdorf 2:1.

Neben der Meisterschaft war die Mannschaft auch im Cup tätig. Im ersten Spiel blieben Sie in St. Pölten gegen Sturm 19 mit 6:1 erfolgreich. Gegen Bruck gab es dann einen knappen 2:1 Heimsieg. Ein torreiches Treffen war das nächste Spiel in Hollabrunn, das mit einem 5:4 Sieg für den ASK endete. Die nächste Partie gegen Süßenbrunn wurde klar 5:1.

Die 5:1 Niederlage gegen Ternitz bedeutet dann den Abschied vom Cup. Dazu Auszüge aus einem Presseartikel; unter dem Titel „Das Ergebnis trügt“ ist zu lesen: „Dieses Cupspiel konnte Ternitz erst im Nachspiel für sich entscheiden. Bis zum Ablauf der normalen Spielzeit lieferten sich beide Mannschaften einen unerhört spannenden und fairen Kampf, der beide Tore gleich viel in Gefahr sah. ...während auf Seiten der Marienthaler Fischer, Dressler, Kovacs, Pflüger und Prohaska mit sehr guten Leistungen aufwarteten. Den Ehrentreffer erzielte Steffel“.

Das Jubiläumsjahr (40 jährig von 1908 bis 1948) begann schon am 4. Jänner 1948 mit einem Freundschaftsspiel gegen Ebergassing. Am 18. Jänner fand das Wiederholungsspiel gegen Felixdorf statt. Es wurde wie schon im Herbst ein Sieg.

Der Frühjahrsdurchgang begann am 7. März gleich mit einem 8:1 Kantersieg gegen Hainburg. Die weiteren Spiele: Hertha Leopoldsdorf 2:1, Himberg 0:0, Leobersdorf 1:3, Mannersdorf 8:0, Siebenhirten 1:8, Wacker Wr. Neustadt 3:3, Wimpassing 4:3, Bruck/L. 5:0, Felixdorf 1:5, Fischamend 2:3, Guntramsdorf 0:0, Sollenau 5:2. In der Abschlusstabelle der 2. Liga Süd belegt die Mannschaft den 7. Platz.

In den Nachkriegsjahren leistete der ASK Marienthal nicht nur auf sportlichem Gebiet einiges, sondern er war auch ein nicht wegzudenkender Faktor bei der Organisation von Veranstaltungen. Älteren Jahrgängen sind noch die Ballveranstaltungen und diverse Feste in bester Erinnerung. So veranstaltete der Verein im Mai 1950 eine Tombola, bei der als erster Preis eine 125 ccm3 Sportmaschine zu gewinnen war. Weiters konnte man noch eine Kücheneinrichtung, Fahrräder, Radios, Uhren, Stoffe, ein lebendes Schwein, eine Gans und weitere nützliche Gegenstände gewinnen. Gesamtwert der Preise ÖS 17.800,-; für die damalige Zeit eine namhafte Summe!

„Hut ab vor Marienthal“ – ein Zeitungsbericht aus jenen Tagen

Nach einem Freundschaftsspiel gegen Krems berichtete die „Kremser Zeitung“ folgendes:

„Es ist kein Geheimnis, dass der Schwerpunkt des Niederösterreichischen Fußballes im Süden liegt und einige Vereine der 1. Liga Süd spielstärker sind als Landesligavereine, die vom Westen oder Norden stammen. So würden sich auch die Marienthaler in dieser Spielklasse durchaus behaupten, aber es kann immer nur ein Verein aus der Südgruppe aufsteigen. Schließlich ist es auch symptomatisch, dass Siebenhirten – vor kurzem noch in der II. Liga Süd – der Meisterwürde der Landesliga zustrebt.

Der Tormann Graschopf wirkte nicht nur elegant, er ist auch voll auf dem Posten und könnte auch in einem Staatsligaklub gute Figur machen. Der wuchtige Verteidiger Misar, der unermüdliche Mittelläufer Hein und der mit allen Salben geschmierte Halbrechte Humann überragten auch ihre Kameraden.

Bereits in der ersten Minute steht es 1:0. Kranister verschuldet knapp vor der Strafraumgrenze einen Freistoß, der Schuss geht durch die Mauer, wird von Forster abgewehrt, aber Botek drückt ein ... Dann sind wieder die Gäste in Front und gehen in der 40. Minute verdient in Führung. Ein Eckball, von Hansal getreten, Forster kann das Leder nur streifen und Hein schießt ein.“

Wie der Fußballsport nach Marienthal kam

Bereits vor der Jahrhundertwende wurde in Marienthal Fußball gespielt. Es waren englische Monteure, die in der ehemaligen „Marienthal-Trumauer AG” Maschinen für die Textilverarbeitung aufstellten und in ihrer Freizeit dem Ball nachjagten. Bald waren auch die Marienthaler Arbeiter von dem „Fußballbazillus” angesteckt und spielten begeistert mit.

Die ersten Jahre war es natürlich eine wilde herum Kickerei, denn es wurden kaum Regeln beachtet und man betrachtete den „Kampf ums runde Leder“ eher als eine Unterhaltung. Doch nach und nach fand diese neue Sportart immer mehr Freunde und der Wunsch nach der Gründung eines Vereines setzte sich immer mehr durch.

 

Die Gründung im Jahr 1908 und die ersten Jahre bis 1945

Leider existieren keine Aufzeichnungen mehr darüber; dokumentiert ist nur, dass die offizielle Gründung im Jahre 1908 erfolgte und der ASK Marienthal somit zu den ältesten Vereinen in Niederösterreich zählt. Die Gründungsfunktionäre, Prokurist Franz Kopecky, Franz Dlabola, Josef Dedek, Jaroslav Jilek, Johann Dedek, Johann Svella und Heinz Nistler, nahmen beherzt die Geschicke des jungen Klubs in die Hand.

Gespielt wurde auf der „Hinterbrühl-Wiese“, der heutigen „Todesco-Siedlung“. Sitz des Vereines war das Gasthaus Sam in Neu-Mitterndorf. Bis zum Ausbruch des Ersten Weltkrieges wurden nur Freundschaftsspiele ausgetragen und während des Krieges fanden nur wenige Spiele statt.

Ab 1920 wurde wieder ein regelmäßiger Spielbetrieb aufgenommen und es ging wieder aufwärts mit dem Verein. Vorerst gab es noch einen gemeinsamen Verband der Wiener und der Niederösterreichischen Vereine. Der ASK Marienthal spielte demnach gegen Vereine wie Simmering, Slovan, FavAC usw. Zu dieser Zeit stieß ein gewisser Josef Probst von Germania zu den Marienthalern. Er führte einen richtig funktionierenden Fußballbetrieb mit regelmäßigem Training, Spielen usw. ein und hatte großen Anteil am damaligen Vereinsgeschehen, zu dem auch eine Tournee nach Deutschland im Jahre 1924 gehörte.

Die „Marienthal-Trumauer AG“ stellte einen nicht mehr benutzten „Mistplatz“ neben der Fischa zur Verfügung, auf dem eine Sportanlage errichtet wurde, die bis heute die Heimstätte der Marienthaler Kicker ist.

Die Marienthaler begannen 1920/21 in der 2. Klasse Süd den Meisterschaftsbetrieb. Gespielt wurde gegen Mödling, Liesing, Siebenhirten, Wiener Neustadt und noch einigen Vereinen aus der Umgebung. Die damalige Mannschaft mit den Spielern Prohaska, Jilek, Seifert, Nemecek, Hermanek, Spiola, Pec, Probst, Dedek, Strobl, Schuliz, Windisch und Graf wurde ein Jahr darauf Meister und erreichte damit den Aufstieg in die 1. Klasse Süd. In dieser Klasse wurden die Marienthaler auf Anhieb „Kronprinz“ und im nächsten Jahr stiegen sie in die niederösterreichische Liga auf. Im Rahmen des VAFÖ (eine Art Cupbewerb) wurde 1927 ein weiterer Höhepunkt erreicht – Niederösterreichischer Landesmeister!

Unter der Dachorganisation „Arbeiter Turn- und Sportverein“ erlebte Marienthal in der Mitte der Zwanziger Jahre einen Höhenflug sondergleichen. Es gab eine Vielzahl von Sektionen; allen voran Fußball mit 7(!) Mannschaften, gefolgt von Geräteturnen, Faustball, Turnriegen für Knaben und Mädchen, Ringen, Boxen, Handball, Radball, Reigenfahren (diese Aufzählung erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit).

Nach dem wirtschaftlichen Einbruch Ende der Zwanziger Jahre – die Fabrik musste geschlossen werden – war auch der Niedergang dieses großartigen Vereinslebens nicht mehr aufzuhalten. 1932 wurde wieder mit einem kontinuierlichen Fußballbetrieb begonnen. Marienthal startete in der 1. Klasse Ost und wurde auf Anhieb Meister. Im darauffolgenden Jahr spielte die Mannschaft in der 1. Klasse Süd und beendete auch in dieser Klasse die Meisterschaft mit dem Titelgewinn. 1935 bis 1938 spielte Marienthal in der Niederösterreichischen Liga.

Nach der Beseitigung der Demokratie im Jahre 1933 musste auch der Name des Vereines von „Arbeiter-Sportklub Marienthal“ in „Athletik-Sportklub Marienthal“ umbenannt werden. Es kam auch in dieser Zeit zu politischen Maßregelungen und Angriffen. In einem Protokoll von einer außerordentlichen Generalversammlung vom 19. Februar 1937 heißt es dazu: „...Herr Ing. Wolf führte aus, dass die Gesamtdemission des Ausschusses auf die grundlose politische Verdächtigung der beiden Sektionsleiter seitens der Ortsbehörde erfolgte, welche beide Herren in ihrem Übereifer bei einer politisch verbotenen Agitation wähnte, während genannte Herren einen Spielabschluss in Unterwaltersdorf getätigt hatten.“

Ein Spielbericht von September 1936 bis Jänner 1938 beweist, dass der Verein in diesem Abschnitt sportlich recht erfolgreich war:

Meisterschaft: 40 Spiele, 21 Siege, 4 Unentschieden, 15 Niederlagen, Tordifferenz 109:88.

Cupspiele: 6 Spiele, 3 Siege, 1 Unentschieden, 2 Niederlagen, Tordifferenz 10:7.

Freundschaftsspiele: 17 Spiele, 13 Siege, 1 Unentschieden, 3 Niederlagen, Tordifferenz 51:22.

Insgesamt: 127 Spiele, 82 Siege, 11 Unentschieden, 34 Niederlagen, Tordifferenz 465:258.

Mit der Annexion Österreichs an Hitlerdeuschland im Jahre 1938 begann die wohl schwerste Zeit für den Verein. Es wurde zwar nach der Eingliederung zu Wien der Fußballbetrieb teilweise aufrechterhalten; das sportliche Geschehen war aber von den Umtrieben der Nazidiktatur stark in Mitleidenschaft gezogen, soll aber hier nicht näher erörtert werden. Auch der Zweite Weltkrieg forderte seinen Tribut – eine ganze Mannschaft kehrte nicht mehr zurück ...

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